Thermische Bodenbehandlung für kontaminierte Böden und mineralische Abfälle

Die thermische Bodenbehandlung bei ARE Deutzen kommt zum Einsatz, wenn kontaminierte Böden und mineralische Abfälle nicht mehr deponiert oder verwertet werden können.

Für wen eignet sich die thermische Behandlung bei ARE Deutzen?

Unsere thermische Behandlung ist besonders geeignet für Auftraggeber, die kontaminierte Böden und mineralische Abfälle sicher, rechtssicher und wirtschaftlich behandeln lassen müssen – z. B.:

Entsorgung, Recycling & Umweltsanierung

  • Spezialisierte Entsorger, Recycler und Sanierer mit belasteten Böden und mineralischen Abfällen aus vielen Projekten.
  • Aufnahme hoch organisch belasteter Fraktionen, Rückstände und Stoffströme, die nicht direkt deponierbar sind.
  • Option, wenn konventionelle Bodenbehandlungs‑Anlagen technisch oder wirtschaftlich an Grenzen stoßen und eine thermische Behandlung erforderlich ist.

Öffentliche Hand & Infrastruktur

  • Öffentliche Auftraggeber, Kommunen und Infrastrukturträger mit historischen Altlasten, Industrie‑, Militär‑ oder Deponiestandorten.
  • Sichere Behandlung und Verwertung/Entsorgung belasteten Aushubs und Bauschutts aus Tief‑ und Infrastrukturbaumaßnahmen.

Pharma & Life Sciences

  • Standorte mit langjähriger Produktion und Lagerung, an denen organische Umwelt‑/Altlasten entstanden sind (z. B. Lösemittel, Produktionschemikalien, Kohlenwasserstoffe).
  • Thermische Behandlung mineralischer Stoffströme aus Standortentwicklung, Rückbau und Bodensanierung als geeignete Option.

Chemie, Petrochemie & Industrie

  • Chemie‑, Petrochemie‑, Energie‑ und Industriebetriebe bei Umbau, Rückbau und Altlastensanierung.
  • Typische organische Schadstoffe: MKW, PAK, BTEX, chlorierte Verbindungen (EOX, PCB, PCDD/PCDF, HCH) und Hg‑Verbindungen, bei denen thermische Desorption besonders relevant ist.

Bau, Immobilien & sonstige Gewerbe

  • Bau‑ und Immobilienunternehmen sowie sonstige gewerbliche Auftraggeber mit Bestands‑ und Brownfieldflächen.
  • Kontaminierte Böden und mineralische Abfälle aus Aushub, Rückbau oder Umnutzung, die termingerecht einer geeigneten Behandlung zugeführt werden müssen.

Was leistet unsere thermische Behandlung technisch?

Drehrohrofen und Temperaturbereich

  • Boden, Bauschutt und andere inerte Abfälle werden nach mechanischer Vorbehandlung und Konfektionierung im Drehrohrherdofen thermisch behandelt.
  • Behandlungs­temperaturen von 500–600 °C mit Mindestverweildauer von ca. 20 Minuten.
  • Organische Schadstoffe und Quecksilber werden in die Gasphase überführt und anschließend in der Nachbrennkammer zerstört

Abgasreinigung und Sicherheit

  • Feinentstaubung über Schlauchabscheider.
  • Nachverbrennkammer mit Temperaturen bis 1200 °C zur Zerstörung organisch belasteter Rauchgase.
  • Rauchgaswäsche zur Auswaschung saurer Gase und Abscheidung von Feinstäuben und flüchtigen Metallen sowie und Verhinderung der De‑novo‑Synthese von Dioxinen.
  • Aktivkohlefilter (Polizeifilter) zur Abscheidung von Quecksilber
  • Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte gemäß 17. BImSchV

Welche Materialien können wir annehmen?

Geeignete Materialien und Annahmegrenzwerte

Wir übernehmen kontaminierte Böden, Bauschutt und mineralische / inerte Abfälle. Die genehmigten Annahmegrenzwerte orientieren sich u. a. an:

  • MKW, PAK, BTEX
  • PCB, PCDD/PCDF, EOX
  • Cyanide, AOX/AOS
  • Schwermetalle wie Hg, Pb, Cd, Zn, Ni etc.
  • PFOS, PFOA und verwandte PFAS‑Verbindungen

 

Damit können wir ein breites Spektrum an mineralischen Stoffströmen aus Altlasten‑, Rückbau‑ und Infrastrukturprojekten behandeln.

Detailinformationen zu Annahmegrenzwerten und technischen Parametern finden Sie in unseren Annahmebedingungen (PDF) im Downloadbereich.

Projektanfrage zur thermischen Behandlung

Sie planen ein Entsorgungs‑ oder Sanierungsprojekt mit kontaminierten Böden oder mineralischen Abfällen?
Wir prüfen gerne, ob eine thermische Behandlung in Deutzen für Ihre Stoffströme geeignet ist und begleiten Sie bei Planung, Logistik und Umsetzung.