Thermische Behandlung

Nach einer mechanischen Vorbehandlung und gegebenenfalls einer Konfektionierung werden Boden, Bauschutt und andere Abfallarten in einem Drehrohrofen bei 250 – 560 °C thermisch behandelt. Die thermische Desorption findet in einem Drehrohr unter Sauerstoffmangel statt. Bei einer Behandlungstemperatur von 250-560 °C und einer Verweilzeit von ca. 20 min werden die Schadstoffe zerstört bzw. in die Gasphase überführt.
Unsere mehrstufige online überwachte Abgasreinigung hält durch Entstaubung, thermischer Nachverbrennung, Waschstufe und Festbettadsorber die Grenzwerte der 17. BImSchV ein.

In den ersten Verfahrensstufen erfolgt die gravitative Grobentstaubung in einem Zyklon (gleichzeitig Funkenfänger) sowie in einem nachgeschalteten Schlauchabscheider die Feinentstaubung. Die Rauchgase des thermischen Prozesses werden der Nachverbrennungsstufe zugeleitet. Noch im Gasstrom vorhandene Schadstoffe werden dort bei >860°C zerstört.

Die anschliessende Rauchgaswäsche sorgt für eine Auswaschung saurer Gase mit anschließender Neutralisation, gleichzeitig werden Feinstäube und flüchtige Metalle abgeschieden. Durch die schnelle Abkühlung der Rauchgase wird eine De-novo-Synthese von Schadstoffen verhindert.

Abschließend durchläuft das Rauchgas einen Aktivkohlefilter (Polizeifilter) zur Abscheidung von Quecksilber und wird schliesslich über den Kamin an die Atmosphäre abgegeben.

Die ARE Deutzen GmbH unterliegt auf Grund der gelagerten Menge Butangas (Flüssiggaslagerung) der unteren Klasse der Störfallverordnung. Butangas dient als Brenngas für den Ofenbetrieb. Die letzte turnusmäßige behördliche Überwachung wurde am 07.08.2019 durch das LfULG und die Landesdirektion Sachsen durchgeführt (www.lds.sachsen.de/bekanntmachung/anlagen/2019_08_07_ARE%20Deutzen_Bodenbehandlung.pdf). Im Störfall erfolgt die Information der Öffentlichkeit durch das Landratsamt Leipzig untere Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutzbehörde.

Downloads