Sanierung und Entsorgung Manfredonia, Italien

Projektdaten

Region: Puglia / Italien
Auftraggeber: Syndial Spa (ENI Group)
Beteiligte: Bilfinger Berger Ambiente Srl, ARE Deutzen GmbH, Bilfinger Berger Entsorgung Nord GmbH
Zeitraum: November 2006/ September 2008
Auftragswert: 18,0 Mio. EUR

Ausgeführte Arbeiten

  • Aushub, Transport, thermische Behandlung und Entsorgung von 100.000 t von Caprolactam verseuchtem Boden

Projekthintergrund

Zwischen 1970 und 1980 betrieb Enichem Agricoltura SpA, 100 %ige Tochter der italienischen Staatsholding ENI, im süditalienischen Manfredonia ein Chemiewerk. Die beim Produktionsprozess regelmäßig anfallenden caprolactamhaltigen Prozessrückstände wurden auf dem Werksgelände in mehreren Deponien abgelagert.
Mit Schließung des Chemiewerkes Anfang der 80er Jahre ergab sich die Notwendigkeit der Standort- und Deponiesanierung.

Projektverlauf

Bilfinger Berger Ambiente Srl bewarb sich im Jahr 2006 erfolgreich mit einem schlüsselfertigen Sanierungskonzept, welches die gesamte Prozesskette der Sanierung beginnend mit der kostenoptimalen Trennung der kontaminierten Massen direkt beim Aushub, über die Sicherstellung der Transportlogistik zu verschiedenen italienischen und deutschen Behandlungs- und Entsorgungsanlagen, bis hin zur Behandlung und finalen Entsorgung umfasste. Der Startschuss zur Sanierung der Werksdeponie „Isola 12“ fiel im September 2006 mit Erhalt des Auftrags.

Das kontaminierte Material wurde auf der Baustelle unmittelbar nach dem Aushub beprobt und dann in speziell hierfür ausgelegten Containern und abgedeckten LKWs zu den vorgesehenen Entsorgungsanlagen transportiert. Um die Vielzahl an erforderlichen Transporten in dem vorgesehenen Projektzeitraum gewährleisten zu können, konzipierte Bilfinger Berger Ambiente eine effiziente und zeitgenaue Logistikkette. Die hochkontaminierten Massen wurden „intermodal“ (Straße-Schiene-Straße) zu den thermischen Behandlungsanlagen der ARE Deutzen GmbH in Deutzen und der Bilfinger Berger Entsorgung Nord GmbH in Bremen verbracht, dort thermisch gereinigt und final
entsorgt. Neben den logistischen Herausforderungen war insbesondere die starke Geruchsbildung des Materials durch leicht flüchtige organische Bestandteile zu meistern. Da die Behandlungsanlagen der ARE Deutzen GmbH über z.T. mehrfach gekapselte Lager und eingehauste thermische Anlagen verfügen, konnte auch für dieses Problem eine belastbare Lösung geboten werden.

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